{"id":314,"date":"2016-04-08T09:04:02","date_gmt":"2016-04-08T07:04:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/?p=314"},"modified":"2016-04-08T09:04:56","modified_gmt":"2016-04-08T07:04:56","slug":"prozess-gegen-antifaschist-in-goeppingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/?p=314","title":{"rendered":"Prozess gegen Antifaschist in G\u00f6ppingen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-256 alignleft\" src=\"http:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/wp-content\/uploads\/RH2c_a.jpg\" alt=\"RH2c_a\" width=\"200\" height=\"178\" \/>Am kommenden Montag, den 11. April 2016, findet in G\u00f6ppingen der Prozess gegen einen Antifaschisten statt. Die Staatsanwaltschaft Ulm wirft ihm vor, sich w\u00e4hrend der Proteste gegen einen Naziaufmarsch im Oktober 2013 &#8222;unberechtigt auf dem Gel\u00e4nde einer Firma aufgehalten zu haben&#8220;, weshalb sie Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt hat.<\/p>\n<p>Viele werden sich noch daran erinnern: Bis 2013 fanden regelm\u00e4\u00dfig rechte Demonstrationen in G\u00f6ppingen statt und die Stadt galt als regionales Zentrum von Nazi-Aktivit\u00e4ten. Politische Gegner_innen und Migrant_innen wurden jahrelang systematisch eingesch\u00fcchtert und teilweise sogar gezielt angegriffen. Hauptakteur in diesem braunen Sumpf waren die Autonomen Nationalisten G\u00f6ppingen (ANG), die seit 2014 verboten sind. Vor knapp acht Monaten wurden vier ihrer Mitglieder in Stuttgart zu teilweise mehrj\u00e4hrigen Haftstrafen verurteilt, gegen 13 weitere mutma\u00dfliche Mitglieder wurde Anklage erhoben. Unter anderem haben die organisierten Faschisten allein in den Jahren 2012 und 2013 \u00fcber 50 Straftaten begangen, darunter Sachbesch\u00e4digungen, Verleumdungen und K\u00f6rperverletzungen. Dar\u00fcber hinaus sollen die Autonomen Nationalisten G\u00f6ppingen dazu aufgerufen haben \u201edas Filstal zu nazifizieren und braun zu halten\u201c.<\/p>\n<p><!--more-->In diesen Zeitraum f\u00e4llt auch der 12. Oktober 2013, der Samstag an dem knapp 150 Nazis durch G\u00f6ppingen zogen. Hunderte Antifaschist_innen demonstrierten gegen den Aufmarsch, erschwerten durch Gleisblockaden die Anreise der Rechten und versuchten auf die Route zu gelangen. Zwar konnten die Nazis, gesch\u00fctzt von mehreren Polizei-Hunderschaften, durch G\u00f6ppingen marschieren, doch nur mit mehreren Stunden Versp\u00e4tung, auf einer gek\u00fcrzten Route und unter Begleitung eines nicht zu \u00fcberh\u00f6renden Pfeifkonzertes.<\/p>\n<p>Leider gab es auch dutzende verletzte Gegendemonstrat_innen, da die Polizei wieder einmal mit \u00e4u\u00dferster Brutalit\u00e4t und viel Pfefferspray gegen das antifaschistische Engagement vorging. Viele andere mussten wiederum den Tag oder einen Teil davon in Polizeikesseln verbringen, mit denen die Polizeikr\u00e4fte von Beginn an versuchten, die Gegendemonstrat_innen in Schach zu halten.<\/p>\n<p>Doch die Repression endete nicht an diesem 12. Oktober, sondern zieht sich bis heute durch. Etliche Menschen bekamen Post von der Staatsanwaltschaft, so auch der Genosse der am kommenden Montag in G\u00f6ppingen vor Gericht steht. Mit dem Verfahren und dem Prozess n\u00e4chste Woche zeigen Polizei und Staatsanwaltschaft wieder einmal ihren Ermittlungseifer wenn es um die Kriminalisierung von Antifaschist_innen geht.<\/p>\n<p>Kommt zahlreich zum Prozess und zeigt euch solidarisch mit dem Angeklagten.<br \/>\nDenn getroffen hat es einen, gemeint sind wir alle.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\nMontag, 11. April 2016, 13:45 Uhr<\/p>\n<p>Amtsgericht G\u00f6ppingen (73033)<\/p>\n<p>Schlossplatz 1, Sitzungssaal 2.04\/ 2. OG<\/p>\n<p>ggf. finden Zugangskontrollen statt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am kommenden Montag, den 11. April 2016, findet in G\u00f6ppingen der Prozess gegen einen Antifaschisten statt. 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