{"id":535,"date":"2020-05-23T16:29:11","date_gmt":"2020-05-23T14:29:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/?p=535"},"modified":"2020-05-23T20:47:44","modified_gmt":"2020-05-23T18:47:44","slug":"heute-show-angriff-schluss-mit-geruechten-und-denunziationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/?p=535","title":{"rendered":"\u201eheute-show\u201c-Angriff: Schluss mit Ger\u00fcchten und Denunziationen!"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-536 alignleft\" src=\"http:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/wp-content\/uploads\/hs-foto-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/wp-content\/uploads\/hs-foto-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/wp-content\/uploads\/hs-foto-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.heilbronn.rote-hilfe.de\/wp-content\/uploads\/hs-foto.jpg 1440w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><em>Im Folgenden ein Statement der Roten Hilfe Berlin zum \u00dcberfall auf das heute-show-Team am 1. Mai 2020.<\/em><\/p>\n<p>Nach dem \u00dcberfall auf das heute-show-Team am 1. Mai teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass einige der nach dem \u00dcberfall verhafteten Personen der linken Szene angeh\u00f6ren. Zur aktuellen Presseberichterstattung und den in der linken Bewegung gef\u00fchrten Diskussionen erkl\u00e4rt die Rote Hilfe e. V. Ortsgruppe Berlin:<\/p>\n<p><strong>Als linke Schutz- und Solidarit\u00e4tsorganisation verteidigen wir die Unschuldsvermutung.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Verlautbarungen von Polizei und Justiz misstrauen wir grunds\u00e4tzlich und wir erinnern daran, dass der Ermittlungsrichter selbst einen dringenden Tatverdacht gegen einige der Festgenommenen verneint und beantragte Haftbefehle nicht erlassen hat. Aus unserer praktischen Arbeit wissen wir, dass linke Aktivist*innen in gro\u00dfer Zahl aufgrund falscher Beschuldigungen in fingierten Verfahren verurteilt werden. Es geh\u00f6rt f\u00fcr uns zum Einmaleins von linkem Aktivismus, dass man keineswegs an einer Aktion beteiligt gewesen sein muss, um daf\u00fcr vom Repressionsapparat angeklagt zu werden.<\/p>\n<p>Das hindert die b\u00fcrgerliche Presse, namentlich die \u201eWelt am Sonntag\u201c, nicht daran Stimmung zu machen. Die Angriffe von \u201eSpazierg\u00e4ngern\u201c \u201egegen die Islamisierung des Abendlandes\u201c und \u201egegen die Corona-Diktatur\u201c auf Journalistinnen h\u00e4ufen sich und werden massenhaft in den Kommentarspalten rechter Medien verharmlost, gerechtfertigt oder gar gefeiert. Da kam den symmetriebed\u00fcrftigen Anh\u00e4ngerinnen der Hufeisentheorie die Meldung, dass die Verd\u00e4chtigen vom 1. Mai der linken Szene angeh\u00f6ren, gerade recht. Von dieser Seite ist nichts besseres zu erwarten. <strong>Wir raten allen Genoss*innen dringend davon ab, Interviewanfragen der Presse zu beantworten.<\/strong><\/p>\n<p>Mit Best\u00fcrzung beobachten wir aber auch, dass sich Genossinnen in den sozialen Medien und in \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rungen die Darstellung der Ereignisse durch die Repressionsbeh\u00f6rden und b\u00fcrgerliche Presse zu eigen machen und sich vor diesem Hintergrund \u00f6ffentlich an wilden Spekulationen und Vorverurteilung der Festgenommenen beteiligen oder der naiven Vorstellung verfallen, sie k\u00f6nnten die Linke aus dem Fokus der \u00f6ffentlichen Kritik r\u00fccken, indem sie beweisen, dass es sich bei den T\u00e4terinnen um Rechte handelt. <strong>Wir verurteilen dieses Verhalten auf das sch\u00e4rfste. Wir rufen alle Genoss*innen auf, nicht \u00fcber beteiligte Personen zu spekulieren und umlaufenden Ger\u00fcchten entschieden entgegen zu treten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Als Antirepressionsorganisation vertreten wir die Grunds\u00e4tze von Aussageverweigerung und Nichtzusammenarbeit mit den Beh\u00f6rden.<\/strong><\/p>\n<p>Der 1. Mai in Berlin war dieses Jahr wieder einmal nicht nur ein Tag des Kampfes, sondern auch ein Fest der Polizeigewalt. Wir sind solidarisch mit allen Genossinnen, die verhaftet wurden. Wenn wir in diesem Sinne Partei ergreifen, hei\u00dft das nicht, dass wir jede angeklagte Handlung guthei\u00dfen. Die Freiheit der Presse ist ein hohes Gut und der Grundsatz der Aussageverweigerung soll Genossinnen nicht ihrer politischen Verantwortung f\u00fcr gemachte Fehler entheben und jegliche Kritik tabuisieren. Im Gegenteil ist die \u00dcbernahme von politischer Verantwortung eine unverzichtbare Voraussetzung, um Unterst\u00fctzung der Bewegung und unserer Organisation zu erhalten. Ebenso sind st\u00e4ndige Kritik und Selbstkritik n\u00f6tig, um nicht in Stagnation zu verfallen. Diese Kritik muss aber immer solidarischen Charakter tragen und darf nicht zur Denunziation ausufern. Die staatlichen Gerichte und die b\u00fcrgerliche Presse sind kein Forum, um mit emanzipatorischer Perspektive linke politische Praxis zu kritisieren. Vielmehr wird dort daran gearbeitet, unseren gemeinsamen Kampf um die Befreiung von Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung zum kriminellen Projekt zu stempeln.<\/p>\n<p><strong>Deswegen halten Anna und Arthur das Maul!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Folgenden ein Statement der Roten Hilfe Berlin zum \u00dcberfall auf das heute-show-Team am 1. Mai 2020. Nach dem \u00dcberfall auf das heute-show-Team am 1. 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